Familien-Mediation

Beispiele für Konflikte in Familien:

Streitigkeiten an Festtagen: Eigentlich soll an Weihnachten alles perfekt sein. Absolut harmonisch. Konfliktthemen werden unterdrückt. Und plötzlich ist er doch da - ein Konflikt.

Geschwister/Erbschaft: Geschwister haben sich immer gut verstanden und auf einmal wendet sich das Blatt, da die Eltern verstorben sind und ein Erbe aufgeteilt werden muß.

Trennung/Scheidung: Beide Partner haben sich und ihren gemeinsamen Kindern zu beginn der Trennung versprochen "Wir werden uns nicht streiten und im Sinne der Kinder alles freundlich und fair regeln". Plötzlich hat ein Eltern einen neuen Partner und schnell ist das Versprochene in Vergessenheit geraten. Die Emotionen "kochen auf". Die Kinder fühlen sich hin und her gerissen und die Eltern streiten sich dauerhaft. Zum einem was die Betreuung der gemeinsamen Kinder angeht, zum anderen über die finanzielle Situation.

Eltern und Kinder: Der Sohn hat den Eindruck er konnte es seinen Eltern nie recht machen. Über Jahre gab es immer wieder Streit zum Thema Ausbildung, die neue Freundin und letztlich steht der Sohn kurz davor den Kontakt zu seinen eigenen Eltern abzubrechen.

oder

Eigentlich hatten Mutter und Tochter immer ein gutes Verhältnis. Nur seit dem Tod des Vaters kommt es immer wieder zu Diskussionen über belanglose Themen. Die Situation spitzt sich nach und nach zu, der gemeinsame Kontakt wird mittlerweile vermieden bzw. auf das Nötigste beschränkt.

Beziehungsoptimierung: Seit 15 Jahren ist ein paar verheiratet, hat zwei gesunde Kindern, aber man entfernt sich immer mehr von einander. Das Paar streitet über Kleinigkeiten und vermißt die Zweisamkeit. Die Zufriedenheit, welches sie zu Beginn Ihrer Beziehung hatten, soll wieder hergestellt werden.

Betreuung eines Pflegebedürftigen: Krankheit, fortgeschrittenes Alter oder Pflege eines Angehörigen verändern das Gleichgewicht der gesamten Familie. Alle möchten das beste für den Opa, die Oma - aber parallel hat jeder seine persönliche Sicht.
 
Mediation ist in sehr vielen Bereichen erfolgreich anwendbar. Auf die nachfolgende Thematik möchte ich etwas detaillierter eingehen, da es aus meiner Sicht hierbei noch viel zu wenig Unterstützung gibt und die Familien häufig alleine versuchen müssen, die Situation zu meistern.

 

Herausforderungen einer Patchwork-Familie

Seit einigen Jahren lebe ich selbst in einer Patchwork-Familie. Ich kenne daher nur zu gut, dass zwei neu zusammengefügte familiäre Systeme mit unterschiedlichen Strukturen, Regeln und Verhaltensmustern erst einmal im neuen Gesamtsystem zusammen einen gemeinsamen Weg finden müssen.
 
Dieser Familienbund besteht aus mehreren Erwachsenen und Kindern mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Gefühlen und Wünschen, welche es zu berücksichtigen gilt. Es besteht eine enge Verbindung zur Erstfamilie und dem außenstehenden Elternteil. Meist bedingt durch unterschiedliche Auffassungen in der Kindererziehung, Absprachen oder durch finanziellen Verpflichtungen dem Expartner gegenüber, kommt es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten.
 
Nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen müssen ihren Platz innerhalb dieses Verbundes finden und eine Beziehung zu einander aufbauen. Die damit verbundenen Herausforderungen sind häufig für alle Beteiligten eine große Umstellung und Belastung – es kommt zwangsläufig zu Konflikten, die zu einem erneuten Bruch innerhalb der Familien und der Paarbeziehung führen können.

Patchwork

Folgende Konflikte können in Stieffamilien auftreten:

  • Die Paarbeziehung leidet unter der Situation.
  • Unterschiedliche Auffassung über die Erziehung der Kinder.
  • Die Kinder akzeptieren den neuen Partner nicht.
  • Eifersucht unter den Familienmitgliedern.
  • Konflikte mit dem Ex-Partner erschweren die neue Partnerschaft und die Beziehung zu den eigenen Kindern und den Stiefkindern.
  • Die Kinder aus den beiden neu zusammengefügten Familiensystemen verstehen sich nicht.

 

Weitere Informationen zu meiner speziellen Stiefeltern-Beratung und Stiefeltern-Gruppe hier.

Mediation unterstützt und hilft die allgemeine Familiensituation zu entspannen. Die Familie kommt wieder ins Gespräch und die Parteien erarbeiten gemeinsam gewinnbringende Lösungen. Die Verbundenheit der Beteiligten wird gestärkt und Probleme werden konstruktiv besprochen und bewältigt.